Perg erleben - Heimat- und Museumsverein Perg, Stifterstraße 1, 4320 Perg,
Telefon: 0650 54 27 786 oder 0664 21 59 788, E-Mail: heimathaus-stadtmuseum@perg.at, Offenlegung und Datenschutz

Heimatbuch 2009

Heimatbuch der Stadt Perg 2009 und
Heimatbuch der Stadt Perg Ergänzungsband 2019

Herausgeber: Heimat- und Museumsverein Perg und Stadtgemeinde Perg
Erhältlich zum Preis von € 9,90 (zuzüglich etwaiger Versandspesen) pro Band in unserem Museums-Shop.

Die einzelnen Kapitel der beiden Bände und ihre Autoren:

Postkartengrüße aus Perg 08

Gerne informieren wir Sie über den Stand der Museumsöffnungen in Perg. Zunächst wird am Samstag, 5. Juni 2020, das Steinbrecherhaus für Besucher und Besucherinnen geöffnet. 

Das Heimathaus-Stadtmuseum Perg kann ab Samstag, 27. Juni 2020 wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten jeweils Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr besucht werden. 

Wir bitten bis auf weiteres, am Tag vorher bei uns anzurufen, wenn Sie einen Museumsbesuch vorhaben. Damit können wir den erforderlichen Abstand für die Besucher und Besucherinnen sicherstellen. Telefon: 0650 54 27 786 oder 0664 21 59 788.

Die Ansichtskarte dieser Woche bringt "Grüße aus Hammerleithen im Naarnthal".

Die Klausmühle, die einst hier an der Naarn betrieben wurde, ist längst abgetragen. Die Hammerschmiede im Hintergrund ist seit 1959 ein E-Werk und der "Alte Steinbruch" (Hammerleithenbruch) wurde 1942 kriegsbedingt geschlossen und nicht mehr aufgemacht. 

Leider können wir diese Photographie nicht zeitlich einordnen und bitten daher um Ihre Mithilfe an die E-Mail franz.pfeiffer@gmail.com.

 

Postkartengrüße aus Perg 07

Vor 69 Jahren, am 21. Oktober 1951, war die Freude der Perger groß. 

Die Dr. Schoberstraße wurde mit einer für den Straßenverkehr geeigneten Betonbrücke mit dem Hafnerplatz verbunden. Bereits anlässlich der Umbenennung der Badgasse in Dr. Schoberstraße im Jahr 1932 hatte Bürgermeister Landtagsabgeordneter Josef Dirnberger den Bau der Brücke angekündigt.


Der zuvor bestehende alte Badgassensteg konnte nur von Fußgängern genutzt werden. Er wurde immer wieder von Naarn-Hochwässern in Mitleidenschaft gezogen.


Die Eröffnung war ein großes Fest. Die Brücke war geschmückt und es wurden die österreichische sowie die oberösterreichische Flagge gehisst. Die Eröffnungsrede hielt Bürgermeister Johann Baumann. Vielleicht gibt es zum 70. Geburtstag ein Brückenfest.


Die Statue des Brückenheiligen Christopherus ist ein Werk der Linzer Künstlerin Friederike Renate Stolz, die nach dem Krieg auch mit der Schaffung neuer Figuren für die Linzer Grottenbahn betraut war.


Fotos von allgemeinem Interesse wurden seinerzeit häufig auf der Rückseite für den Versand als Ansichtskarte vorbereitet und konnten beim örtlichen Fotografen nachbestellt werden. 



Postkartengrüße aus Perg 06

Der sechste Postkartengruß ist der Scheiterschwemme auf der Naarn gewidmet.




Von 1755 bis 1938 bot die Scheiterschwemme auf der Naarn vor allem Frauen jährlich einige Wochen lang ein zusätzliches Einkommen. Der Holzfang (Perger Rechen) befand sich einige hundert Meter naarnaufwärts von der Kuchlmühle. 

Näheres dazu steht im Heimatbuch der Stadt Perg 2009 und im Online-Lexikon Wikipedia unter dem Stichwort Perger Schwemmplatz.

Alle Geflüter, Rechen und Absperrungen sind längst verschwunden. In Perg erinnert die Schwemmplatzstraße an den einstigen Holzplatz südöstlich des ehemaligen Petschl-Areals.

Bald wird ein Besuch im Heimathaus-Stadtmuseum wieder möglich sein. Ab 27. Juni 2020 zu den regulären Öffnungszeiten Sa und So von 14 bis 17 Uhr. Bitte nehmen Sie bis auf weiteres einen Tag vorher telefonisch oder per E-Mail Kontakt mit uns auf.

Teilen Sie uns mit, an welchem Wochentag und zu welcher Uhrzeit Sie gerne ins Heimathaus kommen möchten. Ihre Ideen für andere Öffnungszeiten sind willkommen. franz.pfeiffer@gmail.com.


Postkartengrüße aus Perg 05

Der fünfte Postkartengruß beschäftigt sich mit dem Perger Hauptplatz. Schließlich freuen wir uns ja auf die bevorstehende Öffnung der Gastgärten und ein bißchen mehr "Normalität".



Der Hauptplatz ist als Ansichtskartenmotiv sehr beliebt. Es gibt daher viele verschiedene Ansichten davon. Aus der Beschriftung der Motive geht auch hervor, dass der Hauptplatz nicht immer so hieß. Man redete früher im Allgemeinen vom Marktplatz, nur gelegentlich vom Hauptplatz. 

In den 1930er-Jahren wurde der Platz gleich zweimal umbenannt. Zuerst hieß er Dollfußplatz und ab 1939 Adolf-Hitler-Platz. Seit 1945 endgültig Hauptplatz. 

Die heutigen Hausnummern der Hauptplatzhäuser wurden 1958 vergeben. Zuvor waren die Häuser im gesamten Markt ungeachtet der Straße, in der sie standen, aufsteigend nummeriert.

Die ausgewählte Ansichtskarte ist eine Korrespondenzkarte, die 1910 von Anton Mück, Gemischtwarenhandel und Tabakverlag, herausgegeben wurde. Sie wurde 1911 von Rudolf Burgholzer nach Wien gesendet.

Bitte schreiben Sie uns, wenn Sie an dieser oder den vorangegangenen Postkarten etwas bemerkenswert finden. Danke!


Mit freundlichen Grüßen

Heimat- und Museumsverein Perg

Franz Moser
Franz Pfeiffer
Andrea Guttmann

Postkartengrüße aus Perg 04

Perg verfügt über eine grüne Lunge, die keineswegs als Selbstverständlichkeit anzusehen ist. 

Mit der Gründung des Verschönerungsvereins im Jahr 1879 entstand am Süd- und Südosthang des Dollberges eine großzügige Parkanlage mit Spazierwegen, Stiegenanlagen und Bänken sowie einer Badeanstalt. Seither steht das Areal für eine Bebauung nicht mehr zur Verfügung. 

Im Zusammenwirken von Ehrenamt und Gemeindeamt ist es bisher gelungen, diesen Naherholungsraum für die Bevölkerung zu pflegen, zeitgemäß zu adaptieren und auszubauen.

Die ausgewählte Karte aus dem Fundus des Heimat- und Museumsvereins Perg zeigt den "Promenadenweg" mit Ausblick über den Markt Perg und wurde am 30. April 1911 von Perg nach Wien verschickt. Die Karte wurde vom Verlag F. Kling Nachf., Linz, aufgelegt und vertrieben.


Dank unserer "Verschönerungsanlagen" werden wir die nach wie vor aufrechten Reisebeschränkungen leichter ertragen können.

Wir wollen den Verschönerungsanlagen im Rahmen unserer diesjährigen Sonderausstellung "151 Jahre Postkartengrüße aus Perg" ein eigenes Kapitel widmen und danken den Perger Postkarten-Sammlern für die  "Schätze", die sie uns dafür zur Verfügung stellen.

Allerdings müssen wir uns für die Eröffnung der Sonderausstellung noch in Geduld üben, da nicht nur der Museumsbesuch, sondern auch die Möglichkeiten zur Vorbereitung der Ausstellung eingeschränkt sind.

Schreiben Sie uns, wenn Ihnen die ausgewählten Postkarten gefallen und Sie die geschichtlichen Informationen interessant finden: franz.pfeiffer@gmail.com

Postkartengrüße aus Perg 03

Die in dieser Woche ausgewählte Ansichtskarte ist eine Geschäftspostkarte. Der Unternehmer Alois Reichmann hat sie im Jahr 1919 an einen Geschäftsfreund, den Sohn des Schmiedemeisters Hans Leimer in Kreuzen bei Grein, geschickt und ihm gute Besserung nach einer Krankheit gewünscht.




Das "Reichmannhaus"

Obwohl Reichmann das fotografierte Geschäftshaus bereits 1931 an den Mitbewerber Altzinger verkauft hatte, spricht man auch fast 90 Jahre später immer wieder vom "Reichmann-Haus". Das Haus hat für Perg geschichtliche Bedeutung. Josef Manner, der Erfinder der Mannerschnitte, hat dort anfangs der 1880er-Jahre bei seinem Onkel Karl Reichmann seine Kaufmannslehre absolviert.

Emil Prietzel, Steyr

Photographie, Druck und Verlag der Karte oblagen Emil Prietzel in Steyr. Die Karte wurde 1918 hergestellt und ist noch mit einer Briefmarke aus der Kaiserzeit frankiert. Diese wurde mit "Deutsch-Österreich" überstempelt. 

Emil Prietzel hat zwischen 1900 und 1919 mehrere Perger Motive fotografiert und schöne Ansichtskarten damit hergestellt. Offensichtlich auch Drucksorten, die der Werbung und Reklame dienten. Eindrucksvoll ist die auf der Karte ersichtliche Auflistung der Waren, die es zu Kriegsende bzw. knapp danach in Perg zu kaufen gab. Auch "Drogen" sind aufgelistet. Suchtgift im heutigen Sinn war damit wohl nicht gemeint.

Weiterführende Informationen auch beim Online-Lexikon Regiowiki.at

Karl Reichmann
Alois Reichmann

Sonderausstellung "151 Jahre Postkartengrüße aus Perg"

Nach wie vor wissen wir nicht, ob und wann wir die Sonderausstellung eröffnen können. Wir wollen dort Ansichtskarten mit Perger Motiven zeigen, die uns Sammler aus Perg zur Verfügung stellen. 

Haben Sie auch Ansichtskarten mit Perger Motiven zuhause?

Falls Sie auch Postkarten (neuere und ältere) zur Verfügung stellen können, wären wir sehr dankbar. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf: 

Telefon: +43 677 99 033 030