Zwei eiszeitliche Jägerstationen in Perg/Weinzierl.
Lesen Sie mehr darüber in unserem Jahresprogramm.

Stammt der erste Mühlviertler aus Weinzierl?

Vorschau: 

Sonderausstellung im Heimathaus-Stadtmuseum Perg: 

(27. April bis 26. Oktober 2018)

Auf den Spuren der frühen Mühlviertler 

Zwei eiszeitliche Jägerstationen in Perg/Weinzierl


Mehr als 3.000 Fundstücke (Artefakte) von den Feldern Weinzierls hat Helmut Ardelt aus St. Valentin in den letzten 30 Jahren zusammengetragen und der Wissenschaft zur Verfügung gestellt.

Heuer präsentiert er die schönsten Stücke seiner Sammlung im Heimathaus-Stadtmuseum im Rahmen der diesjährigen Sonderausstellung.

Es können Führungen für Gruppen ab 6 Personen angemeldet werden.
Für Schulklassen aus dem Bezirk und ganz Oberösterreich werden spezielle Vermittlungsprogramme vorbereitet. Am 26. Mai wird darüber hinaus ein Workshop für Kinder mit dem Titel "Steinzeit erleben" für Neugierige von 8 bis 12 Jahren angeboten.

Neben der eigentlichen Ausstellung ist gemeinsam mit der Gesellschaft für Archäologie in Oberösterreich am 13. Juni 2018 ein Fachvortrag von Dr. Andreas Maier von der Universität Erlangen und Dr. Thomas Einwögerer, Österreichische Akademie der Wissenschaften im KUZ geplant.

Rückfragen: Franz Moser, Obmann des Heimat- und Museumsvereins Perg, Telefon 0650 5427786, E-Mail: heimathaus-stadtmuseum@perg.at

Das Ergebnis fachkundiger Untersuchungen kann als sensationell beurteilt werden: 

  • Es wurden zwei eiszeitlichen Jägerstationen in Perg/Weinzierl aufgespürt.
  • Die Menschen, die dort vor 35.000 Jahren ihren Aufgaben als Jäger und Sammler nachkamen, haben nicht nur Werkzeuge und Waffen, sondern auch Schmuckstücke hinterlassen.
  • Die Gegenstände wurden nicht nur mit den hier vorkommenden Materialien angefertigt. Das heißt, dass Materialien oder fertige Gegenstände durch Handelsbeziehungen über weite Entfernungen nach Weinzierl gekommen sind.
  • Die Funde sind mit 35.000 Jahren deutlich älter als Österreichs bekanntester archäologischer Fund, die 29.500 Jahre alte Venus von Willendorf.
  • Die Funde in Weinzierl stellen ein Bindeglied dar zwischen den zum Weltkulturerbe zählenden Funden in der schwäbischen und fränkischen Alb und jenen in der Wachau und im Kremstal dar. Sie zählen zu den bemerkenswertesten archäologischen Funden in Oberösterreich.
Wer sich schon jetzt ein Bild über die Hintergründe unseres Ausstellungsprojektes machen will, wird auf folgende im Internet abrufbare Literatur verwiesen:

a)





b)




c) Universität Erlangen/Österreichische Akademie der Wissenschaften
Dr. Andreas Maier/ Dr. Thomas Einwögerer